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(Howie) Als Dankeschön für die vielen Stunden, die unsere Jugendtrainer Woche für Woche ehrenamtlich auf dem Sportplatz, in der Halle und drumherum investieren, organisierten die Jugendleiter Hans Sailer und Andreas Troll einen zweitägigen Ausflug nach Oberstaufen. Schließlich lebt ein Verein nicht nur von Toren und Punkten, sondern vor allem von Menschen, die ihre Freizeit für die Jugend opfern.

Um 9 Uhr fiel am Sportheim der Startschuss. 15 Teilnehmer waren dabei und stärkten sich zunächst mit Saitenwürsten und Getränken. Schließlich wusste noch niemand so genau, was Wanderführer Hans Sailer für die Gruppe geplant hatte. Danach ging es mit zwei Kleinbussen Richtung Allgäu. Karl Baurschafter und Jens Aupperle übernahmen dankenswerterweise den Fahrdienst. Nach gefühlt drei Baustellen, sieben Staus und einer endlosen Anfahrt wurde Oberstaufen schließlich am frühen Nachmittag erreicht.

Mit der Gondel ging es zunächst entspannt den Berg hinauf. Die Stimmung war bestens, schließlich waren sich die meisten sicher, dass eine gemütliche Wanderung auf dem Programm stand. Diese Hoffnung hielt allerdings nicht lange. Schon nach den ersten Kilometern wurde klar, dass Hans unter „lockerem Spaziergang“ etwas völlig anderes versteht als der Rest der Truppe. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde geschwitzt, geschnauft und der ein oder andere fragte sich heimlich, ob der Aufstieg wirklich notwendig gewesen wäre. Aber wie auf dem Fußballplatz wurde nicht gejammert, sondern gemeinsam durchgezogen.

Pünktlich zum Abendessen erreichte die Truppe die Oberstiegalpe. Das Gepäck war dank des Begleitfahrzeugs bereits vor Ort und die Vorfreude aufs Essen entsprechend groß. Nach den Strapazen schmeckte alles doppelt gut. Als dann auch noch Kaiserschmarrn serviert wurde, waren die müden Beine schnell vergessen. Für die nötige Flüssigkeitszufuhr sorgte das freundliche Hüttenpersonal.

Der Abend zeigte einmal mehr, was die Jugendtrainer neben dem Fußball verbindet: eine hervorragende Kameradschaft. Es wurde gelacht, Karten gespielt, gefachsimpelt und die ein oder andere Geschichte aus dem Vereinsleben erzählt. Der Versuch, das WM-Spiel per Stream zu verfolgen, scheiterte zwar regelmäßig am WLAN der Berge, sorgte aber trotzdem für beste Unterhaltung. Kurz vor Mitternacht machten sich die SVWler schließlich auf den Weg ins Bett.

Nach dem Frühstück startete Tag zwei etwas gemütlicher. Um 11 Uhr fand ein Konzert mit vier Alphornbläsern statt. Da die SVW-Gruppe ihren Aufbruch etwas hinauszögerte, mussten die Musiker glücklicherweise nicht vor leeren Bänken spielen.

Anschließend stand noch ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: die Nachstellung des norwegischen WM-Jubels. Tim Lang übernahm den Job als Trommler, ausgestattet mit einem Kochlöffel, den die Hüttenwirtin kurzerhand zur Verfügung stellte. Während Tim den Takt vorgab, ruderte der Rest der Mannschaft begeistert mit. Die Hüttenwirtin zeigte sich dabei sichtlich beeindruckt und lobte die SVW-Truppe ausdrücklich für ihr diszipliniertes und angenehmes Auftreten.

Danach ging es Richtung Tal. In der Unterstiegalpe wurde noch ein Mittagsstopp eingelegt, begleitet von zünftiger Blasmusik. Die Temperaturen blieben tropisch und der Abstieg zog sich entsprechend. Doch auch hier zeigte sich wieder der starke Zusammenhalt innerhalb der Gruppe: Man wartete aufeinander, motivierte sich gegenseitig und hatte trotz schweißtreibender Bedingungen jede Menge Spaß.

Die Heimfahrt verlief deutlich entspannter als die Anreise. Zurück in der Heimat ließ man den gelungenen Ausflug gemeinsam auf dem Sellenberg Fest ausklingen.

Am Ende waren sich alle einig: Das Wochenende war ein voller Erfolg. Solche Ausflüge sind nicht nur eine schöne Anerkennung für das Ehrenamt, sondern zeigen auch, warum die Jugendarbeit beim SVW so gut funktioniert. Weil hier Menschen mit Herzblut dabei sind, die nicht nur gemeinsam junge Fußballer trainieren, sondern auch als Team hervorragende Kameraden sind. Oder anders gesagt: Die Jugendtrainer haben bewiesen, dass sie nicht nur auf dem Sportplatz zusammenhalten, sondern auch am Berg. Selbst wenn der Wanderführer etwas andere Vorstellungen von einer gemütlichen Tour hat.

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